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Vom Turnier

Turnierszene in der Innsbrucker Hofburg um 1500 (Wandbild Schloss Tratzberg)

Der Buhurt

Ross und Reiter konnten dabei ihre Geschicklichkeit beweisen. Es kam dabei um das gegenseitige Anrennen und das Zerbrechen vieler leichter Speere an. Die Kämpfer trugen keine Panzer und waren nur mit Schild und Speer bewaffnet. Oft gab es sogar keine Waffen, dann zählte nur die Geschicklichkeit im Reiten. Außerdem gab es keinen Gewinner der Verlierer.

Die Tjost

Es ging bei der Tjost um den Zweikampf zu Pferde, ausgeführt in der vollen, schweren Rüstung. Die Reiter ritten aufeinander zu und versuchten, entweder den Schild des Gegners oder ihn selbst am Helm zu treffen, um ihn aus dem Sattel zu werfen.

 

Das eigentliche Turnier

Turnierszene (Wandbild Schloss Tratzberg) Turniere wurden meist auf einem weiten Feld vor der Stadt oder der Burg mit stumpfen Waffen ausgetragen und waren das Abbild einer wirklichen Reiterschlacht als Übung für den Ernstfall. Zwei meist gleich große Kampfgruppen ritten aufeinander los. In Einzelkämpfen ging es darum, den Gegner aus dem Sattel zu stechen. Im Zweikampf konnten dann auch andere Waffen wie Schwert oder Streitkolben Verwendung finden. Der Verlierer galt als Gefangener des Siegers und hatte ein Lösegeld für seine Freilassung zu entrichten, meist seine wertvolle Rüstung oder sein teures Ross. Nicht selten geriet der Verlierer in große Schulden und konnte sogar verarmen. Es gibt Berichte von Turnieren, an denen über dreitausend Reiter teilnahmen. Der Sieger hingegen wurde reich, geehrt und genoss gesellschaftliches Ansehen, vor allem unter den Frauen.

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