Die Salzburger Erzbischöfe und ihr Einfluss

Salzburg mit Dom (rechts) und Franziskanerkirche (links)I

In den Ruinen der einstigen Römerstadt Juvavum gründete um 700 der irische Bischof Rupert Klöster und Kirchen (Erneuerung des Klosters St. Peter und Gründung eines Frauenklosters auf dem Nonnberg). Der hl. Rupert ist meist als Bischof mit dem Salzfass dargestellt, ein Hinweis auf den Reichtum der Stadt.

739 wurde Salzburg Bischofssitz. Als zweiter wichtiger Mann Salzburger Domnach dem hl. Rupert ist der hl. Virgil zu nennen, ebenfalls ein irischer Missionar. Er gründete den ersten Salzburger Dom (767-774). Abbildungen zeigen den Heiligen als Bischof mit dem Modell des Doms.

Unter seinem Nachfolger Arno wurde Salzburg im Jahre 798 Erzbistum. Langsam entstand ein eigener kirchlicher Bereich, der lange von der bürgerlichen Stadt getrennt war. Die Bischöfe und Erzbischöfe missionierten große Teile Mitteleuropas, besaßen ausgedehnten Landbesitz und verwalteten ihr Fürsterzbistum. Lange Zeit lebten sie auf der Festung Hohensalzburg, die gerade in der Zeit der Bauernkriege im 16. Jh. als sicherer Zufluchtort diente. Salzburg (Erzbischof Paris Graf Lodron)

Besonders im Barock lebten die Fürsterzbischöfe in intensiver Prachtentfaltung. Damals entstanden das weitläufige Residenzgebäude, der barocke Salzburger Dom, das Erzstift St. Peter, große Plätze, die Kollegienkirche und viele andere Gebäude.

Endgültig kam Salzburg im Jahre 1816 an das Kaisertum Österreich.

Osttirol gehörte über viele Jahrhunderte großteils zur Erzdiözese Salzburg, der südwestliche Teil zur Diözese Brixen. 1964 kam ganz Osttirol an die neu eingerichtete Diözese Innsbruck.

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