Nördlich von Matrei in Osttirol, direkt an der Felbertauernstraße, thront auf einem nach zwei Seiten hin steil abfallenden Kalkfelsen Schloss Weißenstein. Die ursprüngliche Burg beherrscht den Matreier Talkessel und bewachte einst die Straße über den Tauernpass.

Das Schloss ist von Matrei aus erreichbar.

Schloss Weißenstein bei Matrei in OsttirolUrsprünglich bestand eine mittelalterliche Burg, die seit dem 14. Jahrhundert Weißenstein genannt wird. Der eigentlich Burgbereich bestand lange aus drei Türmen, dem Palas mit einem Saal im dritten Geschoss, einem Küchentrakt, Ringmauern, einer Kapelle und zwei nach innen offenen Rondellen. Diese Anlage wurde jedoch später erweitert.
  • 1160 wird die Burg als Besitz der Grafen von Lechsgemünd Schloss Weißenstein bei  Matrei in Osttirolaus Niederbayern erstmals erwähnt. Graf Heinrich, der letzte dieses Geschlechts, verkaufte seine Rechte im heutigen Osttirol im Jahre 1207 an den Erzbischof von Salzburg. Deshalb gehörten die Gerichte Windisch-Matrei und Lengberg bis zur Säkularisierung im Jahre 1803 zum geistlichen Fürstentum Salzburg.
  • Somit regierten ab dem 13. Jahrhundert die Salzburger Pfleger und Richter auf der Burg. Um 1470 ließ der Salzburger Erzbischof Leonhard von Keutschach die Burg großzügig ausbauen.
  • Im 18. Jahrhundert verlegten die Pfleger und Richter ihren Amtssitz von Weißenstein nach Matrei hinunter, was den Schloss Weißenstein bei Matrei in Osttirollangsamen Verfall des Schlosses bedeutete. Teilweise wurde das Schloss als Armenhaus der Gemeinde Matrei genutzt.
  • 1864 kaufte der Wiener Architekt Franz Poduschka Weißenstein und ließ es im Stil englischer Schlösser des Historismus sanieren. So bietet sich das Schloss heute in spätromantischer Form. Nach mehrmaligem Besitzerwechsel wurde Weißenstein für einige Jahre ein Nobelhotel.
  • 1921 erwarben Carl und Else von Thieme das Schloss. In den letzten Jahrzehnten wurden mit Hilfe des Denkmalamtes notwendige Restaurierungen durchgeführt.

Tourismusverband Oberes Iseltal
Rauterplatz 1
A-9971 Matrei in Osttirol, Österreich

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© TIBS! 2002 (a.prock)

Die Fotos wurden dankenswerterweise vom Tourismusverband Oberes Iseltal in Matrei in Osttirol zur Verfügung gestellt.