Der Gnadenwald als Erholungsgebiet

GnadenwaldDer Gnadenwald stellt ein Mittelgebirgs-plateau dar, eine reizvolle Landschaft, überzogen von Einzelhöfen, sonnig am Fuße des Bettelwurfmassivs gelegen. Er erstreckt sich zwischen dem Eingang zum Halltal und dem Vomperloch und ist gekennzeichnet durch Wiesen und Wälder.

In St. Martin und St. Michael schließen sich die Einzelhöfe enger zusammen.

Die Bezeichnung "St. Martin auf dem Gnadenwalde" führt zum Ursprung des Namens für dieses Plateau. Schon 1337 ist eine Kapelle zum hl. Martin erwähnt, zu der um 1445 eine Einsiedelei errichtet wurde. Aus ihr entstand 1497 ein kleines Kloster, das einige der Augustinerinnen von St. Magdalena im Halltal bezogen. Nach dem Brand von 1520 dauerte es mehr als 100 Jahre, bis Kirche und Kloster wieder aufgebaut waren.

Schützenmajor Josef Speckbacher, einer der Helden der Freiheitskämpfe von 1809, wurde 1767 in Gnadenwald geboren. Er übersiedelte später nach Rinn und starb 1820 in Hall.

Im Nahbereich der Städte Innsbruck, Hall und Schwaz gelegen, sonnig und ruhig, entwickelte sich der Gnadenwald in den letzten Jahrzehnten zu einem beliebten Ausflugsgebiet. Zahlreiche Wanderwege und im Winter kilometerlange Loipen führen hier durch.

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