Inmitten des Inntales erhebt sich auf einer niedrigen Terrasse Schloss Sigmundsried. Der Ortsname Ried bedeutet "versumpftes Gebiet" und weist auf die einstige Versumpfung des Tals hin.

Von der Bundesstraße fährt man in den Ort Ried hinein. Etwas südlich des Ortskerns erhebt sich der einstige Gerichtssitz.

An den großen dreistöckigen Turm schließt ein dreistöckiges Haus an.
  • Im 14./15. Jahrhundert wird ein "Turn zu Ried" als Schloss Sigmundsried in Ried im Oberinntallandesfürstliches Lehen erwähnt. Es handelte sich um eine stattliche Dorfburg, von der aus man den Verkehr auf der Landesstraße gut beobachten konnte.
  • 1381 war diese Dorfburg im Besitz der Starkenberger, die zu einem der wohlhabendsten Adelsgeschlechter des Oberinntales aufstiegen.
  • 1471 kaufte Erherzog Sigmund der Münzreiche den "Turn" und ließ ihn zu einem Jagdschloss ausbauen. Damals änderte sich die Bezeichnung zu "Sigmundsried". Da der EdelsitzSchloss Sigmundsried in Ried im Oberinntal unter die Obhut des Pflegers von Laudeck (bei Ladis) fiel, wohnten die Pfleger von Laudeck bevorzugt auf Sigmundsried.
  • Der berühmteste Pfleger und Bauernführer war Martin Sterzinger. Als im Jahre 1703 die Bayern im Zug des Spanischen Erbfolgekrieges in Tirol einfielen, fügte ihnen Sterzinger als Anführer der Tiroler an der Pontlatzer Brücke eine schwere Niederlage zu.
  • 1841 kaufte der Staat Sigmundsried, das bis 1977 Sitz des Bezirksgerichtes war. Damals übersiedelte das Gericht nach Landeck.
  • Heute dient es dem österreichischen Bundesheer als Magazin.

Erzherzog Sigmund der Münzreiche und seine Burgen

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