Schloss Sigmundslust bei VompDirekt oberhalb von Vomp bei Schwaz erhebt sich auf einer Terrasse das einstige Jagdschloss Sigmundslust. Es fällt vor allem wegen seiner weißen Bemalung auf, die aus den umliegenden Wäldern herausssticht. Die Jagd war früher ein sehr wichtiger Zeitvertreib für den Adel.

Von der Vomper Dorfstraße aus gelangt man mit dem Auto direkt zum Schloss.

Schloss Sigmundslust bei VompEs handelt sich um eines der zahlreichen Schlösser von Erzherzog Sigmund dem Münzreichen. Von hier aus erreichte er leicht den Vomperberg, der damals als ein reiches Hirschrevier galt.

Die wuchtige Anlage macht einen geschlossenen Eindruck. Auffallend sind der nach Süden gerichtete Treppengiebel, die weit vorstehenden Eckerker, der Eingangsturm im Nordwesten und die Kapelle mit dem kleinen Türmchen gegen Osten. Eine zinnenbekrönte Mauer umgibt den Garten.

Das heutige Aussehen ist durch die neugotische Umgestaltung im 19. Jh. geprägt.

  • 1472/73 ließ Erzherzog Sigmund der Münzreiche das Schloss Sigmundslust bei VompJagdschloss als viereckigen Wohnturm mit Erkern erbauen.
  • Schon wenige Jahre nach dem Tod des Landesfürsten im Jahre 1496 kaufte der damalige Pfleger (Richter) von Schwaz, Peter Ruml von Lichtenau, den Ansitz.
  • 1521 richtete der damalige Besitzer, der reiche Schwazer Gewerke (Bergwerksbesitzer) Jörgl Stöckl, hier die erste Druckerei Tirols ein.
  • Die Schlosskapelle geht auf 1582 zurück.
  • 1692 kam Sigmundslust an die Grafen von Hirschberg.
  • Leider wurde im Jahre 1809 Sigmundslust ein Raub der Schloss Sigmundslust bei Vomp (Türmchen der Kapelle)Flammen, als bayrische, sächsische und französische Truppen durch das Inntal zogen. Die Tiroler hatten sich gegen Napoleon und seine Verbündeten erhoben. Nur die Mauern und die untersten Räume mit ihren spätgotischen Bauelementen sowie die Kapelle blieben erhalten.
  • 1859 erwarb die Familie von Riccabona die Ruine und ließ das Schloss mit großem Aufwand in historisierendem Stil aufbauen. Malereien und die Innenausstattung aus dieser Zeit sind noch großteils erhalten. Damals entstand auch eine umfangreiche Bibliothek.
  • Heute ....

Der Ansitz ist Privatbesitz und öffentlich nicht zugänglich.

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