Mariastein als Wallfahrtsort

Mariastein (Gnadenbild)Einer Legende nach soll Friedrich von Ilsung eine seit langem in der Burg verehrte Marienstatue aus Lindenholz nach Augsburg gebracht haben. Die Statue wurde aber von Engeln mehrmals auf wundersame Weise in die Burg zurückgebracht. Dieses Ereignis verbreitete sich rasch, worauf gläubige Pilger zum wundertätigen Marienbild zogen.

Der größte Förderer der Wallfahrt war der Burgbesitzer Karl Schurff. Während des Dreißigjährigen Krieges nahm die Wallfahrt so intensiv zu, dass sechs Priester und zwei Einsiedler die Pilger betreuen mussten. Heute zeigen zahlreiche Votivtafeln und die Mirakelbücher von Mariastein, in denen die Gebetserhörungen der Wallfahrer festgehalten sind, von der einstigen Bedeutung als Marienort.

Das oberste Stockwerk derMariastein (Kapelle mit dem Gnadenbild) Burg ist zur Gnadenkapelle umgestaltet worden. Dort befindet sich im Hochaltar das Gnadenbild, eine gotische Madonna mit Jesukind als Arbeit eines unbekannten Meisters um 1470.

Beim Einzug der Wallfahrer läutet die 840 kg schwere Marienglocke. Im kleinen Uhrturm hängt eine der drei berühmten Löfflerglocken (1587).

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