Die Gemeinde Mariastein liegt auf der ca. 150 m über dem Inntal Mariastein (Wappen von Tirol und dem Erzbistum Salzburg)gelegenen Angerbergterrasse nördlich von Angath. Angath wiederum ist einige Fahrminuten von Wörgl entfernt. Auf einem gewaltigen Felsbrocken steigt der 42 m hohe mittelalterliche Wohnturm empor und ist schon von weitem zu sehen. Die Gegend macht einen ruhigen und friedlichen Eindruck. Früher führte hier die Hauptstraße durch das Inntal vorbei, die über den Angerberg verlief.

Der Autofahrer kann Mariastein bequem auf Landesstraßen entweder von Breitenbach, von Wörgl über Angath oder von Kufstein über Langkampfen erreichen und direkt bei der Burg parken.

Es besteht auch die Möglichkeit eines ca. 1,5 Stunden dauernden Fußmarsches von Wörgl.

Es handelt sich hier um einen auf einem sechseckigen GrundrissMariastein errichteten 42 m hohen mittelalterlichen Wohnturm, der sich auf einem mächtigen Felsklotz erhebt. Hoch droben sind die Wappen Tirols und des Erzbistums Salzburg zu sehen.

Durch ein Rundbogentor mit Malereien von A. Höfer (1959) betritt man den netten kleinen Innenhof, der von verschiedenen Gebäuden eingeschlossen ist. An der Wand links erinnert ein Gedenkstein an den Tiroler Landeshauptmann Dr. Franz Stumpf (1921-1935), im Innenhof ein Kriegerdenkmal an die Gefallenen des Ersten Weltkriegs.

Dem eigentlichen Turmbau vorgelagert ist ein niedriger Bau, der Mariastein (Altar im Burghof)heute die so genannte Kaplanei beherbergt.

In der Burg führt zuerst eine steile Treppe nach oben, dann weiter eine Art Wendeltreppe. Vom Stiegenhaus sind verschiedene Räumlichkeiten zugänglich.
In den beiden ehemaligen Rüstkammern sind heute eine Felsenkapelle mit einer Pietà und das Heilige Grab der Pfarrkirche Mariastein (Gnadenmadonna)Angath untergebracht. Im ersten Stock darüber ist der Rittersaal mit Balkendecke und Türe mit reichem gotischem Beschlag, heute das Museum. In der Mauerdicke der Nordwand sieht man eine winzige Küche, daneben den Ausgang zum ehemaligen Aborterker.
Über dem Rittersaal liegt die Kreuz- oder Beichtkapelle. Wahrscheinlich war hier einst der Wohnraum der adeligen Burgherren. Darüber lag die Gnadenkapelle von 1449, über deren Altar ja niemand Mariastein (Wallfahrtskapelle)mehr wohnen sollte. Hier befindet sich in der jetzigen Kapelle das Gnadenbild von ca. 1470.

Die genannten Räume sind frei zugänglich, nur der Museumsraum ist mit Führung zu betreten. Dort befinden sich verschiedene Erinnerungen an die Geschichte der Burg und die Wallfahrt sowie einer der drei noch erhaltenen österreichischen Erzherzogshüte.

  • 1360 erbauten die Herren von Freundsberg, deren Stammburg Mariasteinsich in Schwaz befindet, auf dem 12 m hohen Felsen einen viergeschossigen Wohnturm zur Sicherung ihrer Besitzungen in diesem Gebiet und zur Überwachung des Verkehrs. Hier führte die Hauptstraße durch das Inntal über die Angerbergterrasse vorbei.
  • Nach der Verlegung der Straße auf das rechte Innufer im Tal verlor die Burg stark an Bedeutung.
  • 1379 fiel "Stayn", wie es genannt wurde, an die Herzöge von Bayern.
  • 1448 verkauften sie die Burg an die Herren von Ebbs, welche die noch heute verehrte Muttergottes stifteten.
  • Seit dem 16. Jahrhundert folgten zahlreiche verschiedene Besitzer. Ende des 16. Jahrhunderts gelangte die Burg in den Besitz von Karl Freiherr von Schurff, Obersthofmeister Erherzog Ferdinands II. Die Schurff gestalteten die Burg so um, wie wir sie heute noch sehen. Damals begannen auch die Wallfahrten, die der Burg den Namen Mariastein gaben.
  • Seit 1834 ist die Burg im Besitz des Erzbistums Salzburg.

Tourismusverband Wörgl-Angerberg-Mariastein
A-6322 Mariastein
Tel.: 05332/56485
Fax: 05332/56485
Internet: www.tiscover.com/mariastein

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