Der Tiroler Landesfürst Herzog Friedrich IV. mit der leeren Tasche und sein Streit mit dem Adel

Herzog Friedrich IV. Herzog Friedrich IV., Graf von Tirol, mit dem Beinamen "mit der leeren Tasche", regierte von 1406 bis 1439. Seine ersten Regierungsjahre waren sehr problematisch. Er bestätigte und erweiterte die alten Rechte der Tiroler Bauern, die als vierter Stand neben Adel, Geistlichkeit und Bürgern in der Politik mitreden durften. Gegen diese Bevorzugung der Bauern traten zahlreiche Tiroler Adelige auf, die um ihren Einfluss fürchteten. Sie schlossen sich in zwei Bünden zusammen, dem Falkenbund im Inntal und dem Elefantenbund in Südtirol. Rädelsführer des Widerstands gegen den Herzog waren die Grafen von Rottenburg (Stammsitz Burg Rottenburg oberhalb von Rotholz gegenüber Jenbach). In dieser schwierigen Situation konnte der Landesfürst auf die Hilfe der Bürger und Bauern zählen, die wussten, dass nur ein starker Herr sie vor den machthungrigen Adeligen und deren Übergriffen schützen konnte.

In die Zeit Friedrichs fallen die Anfänge des Bergbaus in Schwaz, wo in großen Mengen Kupfer und Silber gewonnen wurde und Tirol dadurch Reichtum erlangte.

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