Burg Landeck

Direkt über der Innschlucht auf einem rund 100 m hohen steil aufragenden Felsen beherrscht die Burg Landeck den Ort. Zu Füßen der Burganlage führt die Straße zum Reschenpass vorbei und konnte somit gut kontrolliert werden. Im Becken von Landeck treffen drei Straßen zusammen, die Reschen-, Arlberg- und Fernpassstraße. Über den Inn führt eine wichtige Brücke.

Zu Fuß spaziert man vom Inn durch die Gassen aufwärts zur Pfarrkirche und dann weiter zur Burg.

Die Fahrstraße zweigt nahe dem Bahnhof ab und führt über den Stadtteil Angedair zum Ziel.

Über eine Vorburg und den Zwinger gelangt man zur eigentlichen Burg Landeck (Bergfried) Hochburg, die aus dem Bergfried und einem geschlossenen mehrstöckigen Wohnteil besteht. Teile der Burg sind von einer Wehrmauer mit runden Ecktürmen umgeben.

Der eigentliche Eingang führt in eine spätgotische Halle mit schönen Netzrippengewölben. Dort befindet sich auch die Burgkapelle. Über eine steile Steige gelangt man in die oberen Geschosse.

Heute dient die Burg als Museum mit verschiedensten Objekten aus Landeck und der Umgebung.

  • 1296 findet sich die erste Erwähnung einer Burg, über deren Burg Landeck (Eingangshalle) Ursprünge wir kaum etwas wissen.
  • 1406 richteten die einfallenden Appenzeller große Schäden an.
  • Über Jahrhunderte waren die Tiroler Landesfürsten die Herren, verpfändeten die Wehranlage jedoch an verschiedene Familien.
  • Besonders bekannt sind die Schrofensteiner als Pfandinhaber. Sie sorgten im 15. und 16. Jahrhundert für den Ausbau und gelten als besondere Förderer der Landecker Pfarrkirche, die sie auch als Familiengrabstätte auswählten. Auf sie geht auch die schöne Eingangshalle in der Burg zurück.
  • 1549 wurde Leonhard Gienger Richter von Pfunds und Landeck und bewohnte die Burg. Bis 1705 ist diese Familie Burg Landeck (Kapelle)hier nachweisbar.
  • Nach 1705 folgten verschiedene Besitzer, die immer wieder Neu- und Umbauten durchführten.
  • Mit der Verlegung des Gerichtssitzes im Jahre 1840 in die Gerburg, einem Ansitz im Landecker Stadtteil Perfuchs, begann der Verfall der Anlage. Sie fand als Kaserne, Munitionsdepot bzw. Armenhaus Verwendung.
  • 1940 gelangte die Stadt Landeck in den Besitz der Burg, restaurierte sie von 1967 bis 1973 und brachte hier das Bezirksmuseum Landeck unter.

Bezirksmuseum Schloss Landeck
A-6500 Landeck, Schlossweg 2
Telefon: (+43) 5442/ 63 2 02

[ zurück ]

© TIBS! 2002 (a.prock)