Die Gusshütte am Gänsbühel und der Tiroler Geschützguss

Bedingt durch die "Die Königin" von Jörg Endorfer, um 1507 (Gusshütte in Hötting)reichen Kupfervorkommen in Schwaz (Gewinnung ab ca. 1410) entstanden in der nahen Residenzstadt (ab 1420) Innsbruck mit dem landesfürstlichen Hof und in Mühlau und Hötting mehrere Gusshütten. Für die Zeit von ca. 1500 bis 1650 ergibt sich im Innsbrucker Raum eine Hochblüte des Bronzegusses. Einerseits geht es um die Erzeugung von Waffen (Kanonen, Büchsen etc.), andererseits um Kunstwerke (Leopoldsbrunnen, Grabmal von Erzherzog Maximilian III. dem Deutschmeister im Dom u. a.).

Büchsenhaus auf dem Gänsbühel

Erstmals 1502 erwähnt, bis 1853.
Der erste nachweisbare Gießer war Peter Löffler, von dem etwa Leopoldsbrunnen in Innsbruck die berühmte Glocke MARIA MAXIMILIANA in Schwaz und die Statue König Johanns von Portugal in der Hofkirche stammen.
Sein Sohn Gregor Löffler schuf zahlreiche Glocken und Geschütze und die Statue König Chlodwigs in der Hofkirche. Er ließ den ersten bzw. westlichsten Teil des Ansitzes Büchsenhausen erbauen.
Von Gregors Söhnen muss Hans Christoph Löffler als Geschütz- und Glockengießer genannt werden.

Andere Gusshütten

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