Direkt am Ausgang des Iseltals in das Becken von Lienz liegt nordwestlich der Stadt auf einer Anhöhe an der Bundesstraße Schloss Bruck.

Von Lienz aus fährt man in nordwestlicher Richtung. Direkt an der Bundesstraße befindet sich ein Parkplatz, von dem man in ca. zehn Gehminuten zum Schloss gelangt. Man kann aber auch mit dem Auto zu dem direkt neben den Schloss liegenden Parkplatz fahren, von dem es nur mehr wenige Meter zum Schlosseingang sind.

Schloss Bruck in LienzSchon von weitem fällt der mächtige Bergfried auf, von dem man einen herrlichen Blick auf das Iseltal und das Becken von Lienz genießt. Die Burganlage ist um einen nahezu rechteckigen Innenhof gruppiert und weist alle wichtigen Teile einer mittelalterlichen Burg auf. Die Außenmauern sind von einem Zinnenkranz umgeben. Dem Bergfried ist ein Zwinger mit zwei Rondellen angebaut. Der Eingang ist ebenfalls durch ein Rondell gesichert.

Heute befindet sich in der Burg das Museum der Stadt Lienz mit einer ausgezeichneten Sammlung von Bildern der Osttiroler Maler Franz von Defregger und Albin Egger-Lienz.

Der Name "Bruck" kommt von der Brücke über die Isel, die unmittelbar zu Füßen der Burganlage liegt.

  • Zwischen 1252 und 1277 wurde die erste Burg errichtet und bald nach ihrer Fertigstellung von den Grafen von Görz zu ihrer Schloss Bruck in  LienzResidenz erhoben. Der älteste Bestand der Anlage fällt noch in die Zeit der Romanik, wozu der frei stehende Bergfried, das Rundbogentor, die Doppelkapelle über dem Tor und der daran anschließende Palas gehören.
  • Da in gotischer Zeit die Bedeutung der Grafen von Görz gestiegen war, entstanden um den Burghof herum mehrere Gebäude. Besonders zu erwähnten ist der um 1480 durchgeführte Umbau der doppelstöckigen Kapelle - damals entstanden die spitzbogigen Kreuzrippengewölbe und die schönen Malereien von Simon von Taisten.
  • Im Jahre 1500 gelangte mit dem Tod des letzten Grafen Leonhard von Görz die Anlage an Kaiser Maximilian I. Da dieser ständig in Schulden war, verpfändete er die Burg an verschiedene Adelige.
  • Ca. 100 Jahre waren die Herren von Wolkenstein und Schloss Bruck in LienzRodenegg im Besitz der Herrschaft Lienz und residierten auf Schloss Bruck. Sie ließen im 16. Jh. dem Bergfried einen Zwinger mit zwei Rondellen und einen äußeren Eingang vorbauen.
  • Im 17. Jh. wurde Schloss Bruck zum Sitz des Gerichts und zum Waffenlager. Es war im Besitz des königlichen Damenstifts in Hall. Nach der Auflösung dieses Stifts im Jahre 1783 durch Kaiser Josef II. kam Schloss Bruck an den Staat, wurde Kaserne und Spital.
  • 1827 kaufte der damalige Lienzer Bürgermeister das Schloss, das er als Herrensitz und Niederlassung für seine Spedition verwendete. Sein Sohn errichtete 1861 im Schloss eine Brauerei und eine Gastwirtschaft.
  • Nach dem Tod der letzten privaten Besitzerin, die vor dem Ersten Weltkrieg Schloss Bruck nach dem Vorbild der bayrischen Königsschlösser romantisch ausbauen hatte lassen, erwarb 1942 die Stadt Lienz die Anlage. Sie richtete dort ein Museum ein.

Das Museum in Schloss Bruck

Schloss Bruck
Schlossberg 1
A-9900 Lienz / Osttirol
Tel.: 04852/625-80
Fax: 04852/625-80-4
www.stadt-lienz.at
museum@stadt-lienz.at
www.egger-lienz.at


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