Hoch über dem Eingang ins Navistal (Seitental des Wipptals) stehen auf einem vorspringenden Hügel das Kirchlein St. Kathrein und die Burgkapelle von Aufstein. Einst bestand hier die Burg der Herren von Aufenstein, deren Wappen die Eule war, die man im Mittelalter "Auf" nannte.

Etwas westlich von Matrei am Brenner führt eine schmale einspurige Straße aufwärts zur Kapelle.

Katharinenkirche und ehemalige Burgkapelle Aufenstein bei Matrei am BrennerVon der Katharinenkirche gelangt man in die doppelgeschossige einstige Burgkapelle. Von der Burg selbst ist nichts mehr erhalten.

Die Kapelle diente viele Jahre als Schulraum. 1909 entdeckte die damalige Lehrerin Wandfresken, die in mühevoller Arbeit freigelegt und restauriert wurden. Es handelt sich um die bedeutendsten frühgotischen Fresken Nordtirols. Über eine steile Stiege gelangt man in das obere Stockwerk.

Ehemalige Burgkapelle Aufenstein bei Matrei am Brenner (Erdgeschoss) Ehemalige Burgkapelle Aufenstein bei Matrei am Brenner (Obergeschoss)

Im Untergeschoss fallen besonders der "Triumph des Todes" und die "Personifikationen der Laster" auf.

Im Obergeschoss sind das Pfingstwunder, ein Dreikönigszug und der Tod der Muttergottes zu nennen.

  • Schon im 12. Jahrhundert werden die Herren von Aufenstein genannt, ein Ministerialengeschlecht der Grafen von Tirol. Ihre Familiengruft war im Kloster Wilten.
  • Konrad III. von Aufenstein, Landeshauptmann von Kärnten, trat gegen Tirol auf, gegen Margarethe Maultasch und für die Habsburger. So konnten diese Kärnten erwerben. Aus Rache belagerten die Tiroler die Burg und zerstörten sie 1336 weitgehend. Nur die Burgkapelle, geweiht 1331, blieb erhalten.
  • Die Steine der Burgruine verwendete man zum Bau der gotischen Katharinenkirche, die 1718 barockisiert wurde.


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