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Bauliche Hauptbestandteile einer idealen mittelalterlichen Burg

5.1. Kurze Beschreibung

Der Besucher kann die Burg schon von weitem sehen. Der Weg führt direkt zum Burgtor, das meist eng und fest gebaut ist. Das hölzerne Tor wird von mächtigem Mauerwerk umgeben. Vom Weg zum Tor muss man über eine Zugbrücke gehen, die einen Wassergraben oder einfach eine Vertiefung überbrückt. Sie dient im aufgezogenen Zustand als zusätzlicher Schutz des Tores, ist aus schweren Holzbalken gezimmert und an der Unterseite meistEingangstor mit Mannsloch mit Eisenblech beschlagen, sodass sie nicht angezündet werden kann. Das Tor selbst ist durch ein Fallgitter gesichert, und über dem Tor sind kleine Mauervorsprünge zu sehen, die so genannten Pechnasen, aus denen bei Belagerung heißes Öl, Wasser oder Pech auf die Angreifer heruntergegossen werden kann. Grundsätzlich wird das Burgtor nur ganz geöffnet, wenn es nötig ist. Im Tor gibt es noch eine kleine Türe, das Mannsloch, durch das nur eine Person durchgehen kann.  Entlang der Mauern führten an der Innenseite meist hölzerne Wehrgänge.

Bei kleineren Burgen kann der Weg direkt in den Burghof mit den wichtigsten Gebäudeteilen herum führen, bei größeren Burgen kann der Weg auf einer Seite von einer hohen Mauer begrenzt sein, auf der anderen Seite entlang der Gebäudeteile führen. Nicht selten gibt es weitere Burgtore zum Passieren, wobei natürlich jedes Tor wieder gut befestigt ist. So gelangt man bei größeren Burgen von einem Tor zum anderen bzw. von einem Vorhof zum anderen. Die kleinen Höfe zwischen den verschiedenen Toren werden auch Zwinger genannt. Dort waren die Angreifer „eingezwängt“ und konnten wegen der Enge ihre Angriffe nicht voll entfalten, während sie von den Verteidigern aus mehreren Richtungen beschossen wurden. Größere Vorhöfe können auch niedere Gebäude aufweisen: Stallungen, Getreidekästen, Schmieden, Lagerhütten, Lebensmittelvorräte  u. a. Hier waren auch Soldaten und Waffen untergebracht.

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