[ Inhalt ] [ Materialien ] [ Links ] [ Startseite ] [ Impressum ]

Überblick über die Entwicklung der Burgen in Österreich

Vor allem in der Gotik (ab ca. 1250 in Österreich) wurden in erster Linie die Verteidigungsanlagen vergrößert, um sich vor Feinden wirkungsvoll zu schützen. Mit Hilfe von Armbrust und Bogen schoss der Feind Brandpfeile und normale Pfeile in die Burg. Je nach Bedeutung der Anlage entstanden mehrere befestigte Höfe, sodass der eigentliche Wohnbereich verhältnismäßig gut geschützt war.

Schloss Friedberg bei Volders

Die weitere Entwicklung im 14. Jh. betrifft eine Vergrößerung und Vervollkommnung der Burgen. Es entwickelten sich sozusagen die klassischen Ritterburgen. Weite Vorburgen zur Sicherheit, große Höfe, praktisch unüberwindbare Mauern und Torbauten sind die Kennzeichen.

Das Aufkommen der Feuerwaffen im 15. Jh. rückte die Burg in ein ganz anderes Licht. Die Befestigungen mussten verstärkt werden, um den Kanonenkugeln standzuhalten. Dazu wurden Erdwälle aufgeschüttet, Vorwerke geschaffen und die bestehenden Mauern Festung Kufstein (Tirol) verstärkt. Aus der Burg konnte sich die Festung entwickeln. Sehr oft waren solch ausgedehnte Festungsanlagen jedoch aufgrund der Geländebeschaffenheit nicht realisierbar. Burgen sind ja meist auf steil abfallenden Felsnasen errichtet, die Ausdehnbarkeit ist arg eingeschränkt. In diesem Sinne waren es gerade die neuen Feuerwaffen, die das Ende der Burg besiegelten. Viele Burgen wurden durch Belagerungen zerstört und zu Ruinen. Die ursprüngliche Bedeutung der Burg ging zurück, der Aspekt des Wohnens trat in den Vordergrund, das Schloss entwickelte sich langsam und erlebte dann in der Zeit des Barock im 17./18. Jh. seinen klassischen Höhepunkt.

weiter!

© TIBS! 2002